Schattenauslöser statt pauschaler Prozentzahl erfassen
Beginnen Sie mit einer genordeten Dachskizze und tragen Sie jeden erkennbaren Schattenauslöser als eigenes Objekt ein: Kamin, Gaube, Antenne, Baum, Nachbargebäude, Geländekante oder technischer Aufbau. Eine Aussage wie „20 Prozent Schatten“ ist ohne Zeitraum, Fläche und Methode nicht prüfbar. Beschreiben Sie lieber, welcher Teil der Dachfläche zu welchem beobachteten Zeitpunkt betroffen war und wo sich das Objekt relativ zum Dach befindet.
Unterscheiden Sie zwischen Beobachtung und Simulation. Ein Foto dokumentiert den Zustand zu einem Datum, einer Uhrzeit und einer Wetterlage. Eine Software kann daraus zusammen mit Geometrie und Strahlungsdaten einen Jahresverlauf modellieren, aber nur wenn die Eingaben stimmen. Der Vorcheck stellt deshalb sicher, dass Objekte nicht vergessen oder falsch zugeordnet werden. Er liefert noch keine Ertragsgarantie und keine Empfehlung für Optimierer.
- Jeder Auslöser einzeln benannt
- Datum und Uhrzeit an Fotos
- Keine unklare Schatten-Prozentzahl
Eintrag in die Prüfmappe: Für „Schattenauslöser statt pauschaler Prozentzahl erfassen“ werden jeder auslöser einzeln benannt, datum und uhrzeit an fotos und keine unklare schatten-prozentzahl als getrennte Nachweise geführt. Ergänzen Sie zu jedem Eintrag Datum, Quelle und verantwortliche Person. Ist eine Angabe geschätzt, bekommt sie keinen scheinbar bestätigten Status. Fotos erhalten Blickrichtung und Bezug zur Flächennummer; Pläne ihren Ausgabestand. Der nächste Fachtermin soll nicht wieder bei null beginnen, sondern genau die noch offene Entscheidung zu eine nachvollziehbare, jahreszeitlich eingeordnete Schattenakte beantworten.
Gauben und Kamine maßlich in die Dachfläche setzen
Gauben und Kamine liegen direkt auf oder über der Dachfläche und erzeugen nahe Schatten mit scharfen Kanten. Messen Sie, sofern sicher möglich oder aus Plänen ableitbar, ihre Breite, Höhe und Abstände zu First, Traufe und Ortgang. Fotografieren Sie von mindestens zwei Perspektiven. Bei einem Kamin gehören auch Abdeckung, Reinigungszugang und mögliche Abgas- oder Brandschutzanforderungen in die offene Fragenliste.
Eine niedrige Gaube kann im Sommer wenig stören und bei tiefem Sonnenstand lange Schatten werfen. Umgekehrt muss nicht jede verschattete Randzone vollständig ausgeschlossen werden. Erst ein Modulraster und die elektrische Verschaltung zeigen die praktische Wirkung. Der Vorcheck hält die Geometrie neutral fest. Verändern oder entfernen Sie keine Dachaufbauten allein auf Basis einer groben Voransicht; Funktionen und Genehmigungen müssen zuerst geklärt werden.
- Höhe und Fußpunkt der Aufbauten
- Zwei Perspektiven je Objekt
- Wartungs- und Funktionsraum notiert
Eintrag in die Prüfmappe: Für „Gauben und Kamine maßlich in die Dachfläche setzen“ werden höhe und fußpunkt der aufbauten, zwei perspektiven je objekt und wartungs- und funktionsraum notiert als getrennte Nachweise geführt. Ergänzen Sie zu jedem Eintrag Datum, Quelle und verantwortliche Person. Ist eine Angabe geschätzt, bekommt sie keinen scheinbar bestätigten Status. Fotos erhalten Blickrichtung und Bezug zur Flächennummer; Pläne ihren Ausgabestand. Der nächste Fachtermin soll nicht wieder bei null beginnen, sondern genau die noch offene Entscheidung zu eine nachvollziehbare, jahreszeitlich eingeordnete Schattenakte beantworten.
Bäume mit Art, Abstand und Veränderlichkeit beschreiben
Bei Bäumen sind Höhe, Kronenbreite, Abstand, Richtung und Belaubung relevant. Eine grobe Artbestimmung kann helfen, sommergrüne und immergrüne Vegetation zu unterscheiden, ersetzt aber keine fachliche Baumbeurteilung. Fotografieren Sie den Baum zusammen mit Dach und Horizont, nicht nur als Nahaufnahme. Notieren Sie, ob er auf dem eigenen Grundstück, beim Nachbarn oder im öffentlichen Raum steht; daraus entstehen unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten.
Planen Sie nicht mit einer hypothetischen Fällung oder einem starken Rückschnitt, solange Eigentum, Baumschutz, Genehmigung und fachgerechte Pflege ungeklärt sind. Auch ein heute kleiner Baum wächst. Umgekehrt kann eine laublose Winteraufnahme die sommerliche Krone unterschätzen. Eine gute Schattenakte enthält deshalb den Aufnahmezeitpunkt, mehrere Blickrichtungen und eine klare Annahme, ob der Baum unverändert bestehen bleibt.
- Richtung und Abstand des Baums
- Eigentums- oder Zuständigkeitslage
- Bestand ohne ungesicherte Fällannahme
Eintrag in die Prüfmappe: Für „Bäume mit Art, Abstand und Veränderlichkeit beschreiben“ werden richtung und abstand des baums, eigentums- oder zuständigkeitslage und bestand ohne ungesicherte fällannahme als getrennte Nachweise geführt. Ergänzen Sie zu jedem Eintrag Datum, Quelle und verantwortliche Person. Ist eine Angabe geschätzt, bekommt sie keinen scheinbar bestätigten Status. Fotos erhalten Blickrichtung und Bezug zur Flächennummer; Pläne ihren Ausgabestand. Der nächste Fachtermin soll nicht wieder bei null beginnen, sondern genau die noch offene Entscheidung zu eine nachvollziehbare, jahreszeitlich eingeordnete Schattenakte beantworten.
Nachbargebäude und Gelände als Horizont modellieren
Ein höheres Gebäude, Hang oder Waldrand kann die Sonne über längere Zeiträume verdecken. Erfassen Sie die Richtung, ungefähre Winkelhöhe und den Abstand aus einem sicheren Punkt. Karten und 3D-Stadtmodelle sind wertvolle Ergänzungen, können aber neue Gebäude, aufgewachsene Vegetation oder ungenaue Dachaufbauten enthalten. Vergleichen Sie den Datenstand mit der heutigen Situation und nennen Sie jede Abweichung.
In Tallagen ist der natürliche Horizont oft wichtiger als ein einzelnes Dachobjekt. In dichter Stadtbebauung können Staffelgeschosse oder Brandwände nur bestimmte Teilflächen betreffen. Zeichnen Sie deshalb keine pauschale Schattenzone über das gesamte Dach. Teilen Sie Flächen in beobachtbare Bereiche und überlassen Sie die stündliche Jahresberechnung einer Simulation, die Geländemodell und Gebäudekörper nachvollziehbar verwendet.
- Richtung des Hindernisses
- Datenstand von Karten geprüft
- Teilflächen statt Gesamtdach-Pauschale
Eintrag in die Prüfmappe: Für „Nachbargebäude und Gelände als Horizont modellieren“ werden richtung des hindernisses, datenstand von karten geprüft und teilflächen statt gesamtdach-pauschale als getrennte Nachweise geführt. Ergänzen Sie zu jedem Eintrag Datum, Quelle und verantwortliche Person. Ist eine Angabe geschätzt, bekommt sie keinen scheinbar bestätigten Status. Fotos erhalten Blickrichtung und Bezug zur Flächennummer; Pläne ihren Ausgabestand. Der nächste Fachtermin soll nicht wieder bei null beginnen, sondern genau die noch offene Entscheidung zu eine nachvollziehbare, jahreszeitlich eingeordnete Schattenakte beantworten.
Fotoreihe über Tages- und Jahreszeiten richtig lesen
Mehrere Fotos am selben Tag zeigen, wie ein Schatten wandert, aber nicht automatisch den Jahresverlauf. Notieren Sie lokale Uhrzeit, Zeitzone und Aufnahmepunkt. Wiederholen Sie bei Bedarf Aufnahmen in einer anderen Jahreszeit, ohne dafür Risiken einzugehen. Bewölkte Tage können die direkte Schattenkante verbergen; sie sind dennoch nützlich, um Geometrie und Umgebung zu dokumentieren. Bildqualität und Zuordnung zählen mehr als dramatische Lichtstimmung.
Vermeiden Sie künstliche Genauigkeit. Ein Foto um 10:07 Uhr beweist nicht, dass dieselbe Modulreihe an jedem sonnigen Tag exakt dann verschattet wird. Sonnenstand, Datum und Gelände ändern die Projektion. Nutzen Sie Fotoreihen als Plausibilitätscheck für eine Simulation: Sind die modellierten Schattenobjekte vorhanden? Passt die Richtung am Aufnahmetag? Abweichungen müssen erklärt werden, bevor Ertragswerte als Angebotsgrundlage dienen.
- Zeit, Datum und Standort
- Sichere Wiederholungsaufnahme
- Fotos als Plausibilitätscheck, nicht Jahresmodell
Eintrag in die Prüfmappe: Für „Fotoreihe über Tages- und Jahreszeiten richtig lesen“ werden zeit, datum und standort, sichere wiederholungsaufnahme und fotos als plausibilitätscheck, nicht jahresmodell als getrennte Nachweise geführt. Ergänzen Sie zu jedem Eintrag Datum, Quelle und verantwortliche Person. Ist eine Angabe geschätzt, bekommt sie keinen scheinbar bestätigten Status. Fotos erhalten Blickrichtung und Bezug zur Flächennummer; Pläne ihren Ausgabestand. Der nächste Fachtermin soll nicht wieder bei null beginnen, sondern genau die noch offene Entscheidung zu eine nachvollziehbare, jahreszeitlich eingeordnete Schattenakte beantworten.
Digitale Solarkataster und 3D-Modelle einordnen
Viele Städte und Länder stellen Solarkataster bereit, die Dachgeometrie, Einstrahlung und modellierte Verschattung kombinieren. München beschreibt beispielsweise die Nutzung eines hochauflösenden 3D-Laserscans; Berlin verweist auf ALKIS- und LoD2-Daten. Solche Werkzeuge sind starke Vorinformationen. Sie sagen jedoch selbst, dass Statik, aktueller Dachzustand und Vor-Ort-Planung dadurch nicht ersetzt werden.
Speichern Sie einen nachvollziehbaren Auszug mit Quelle und Datenstand, sofern die Nutzungsbedingungen das erlauben. Übertragen Sie nicht nur eine Farbstufe, sondern notieren Sie, welche Hindernisse das Modell sichtbar macht und welche fehlen. Ein frisch gepflanzter Baum, eine neue Gaube oder ein abgerissener Schornstein können den Bestand verändern. Die lokale Seite in Dachklar PV verweist deshalb auf amtliche Karten, ohne deren Ergebnis als Freigabe zu übernehmen.
- Quelle und Datenstand
- Modellierte Objekte mit Bestand verglichen
- Keine Statik- oder Zustandsaussage aus Kataster
Eintrag in die Prüfmappe: Für „Digitale Solarkataster und 3D-Modelle einordnen“ werden quelle und datenstand, modellierte objekte mit bestand verglichen und keine statik- oder zustandsaussage aus kataster als getrennte Nachweise geführt. Ergänzen Sie zu jedem Eintrag Datum, Quelle und verantwortliche Person. Ist eine Angabe geschätzt, bekommt sie keinen scheinbar bestätigten Status. Fotos erhalten Blickrichtung und Bezug zur Flächennummer; Pläne ihren Ausgabestand. Der nächste Fachtermin soll nicht wieder bei null beginnen, sondern genau die noch offene Entscheidung zu eine nachvollziehbare, jahreszeitlich eingeordnete Schattenakte beantworten.
Aus Schattengeometrie wird erst später eine Anlagenentscheidung
Die Auswirkung eines Schattens hängt von Modulposition, Verschaltung, Wechselrichterkonzept und Zeitpunkt ab. Ein kleiner, regelmäßig betroffener Bereich kann anders behandelt werden als ein ganzer Dachsektor hinter einem Gebäude. Der Dachcheck empfiehlt keine Elektronikkomponente, sondern stellt die Schattengeometrie für die Planung bereit. Angebote sollten erläutern, welche Verschattungsannahmen in Simulation und Auslegung verwendet wurden.
Vergleichen Sie Anbieter nur auf derselben Datengrundlage. Wenn einer mit unverschatteter Bruttofläche und ein anderer mit einem detaillierten Horizontmodell rechnet, sind Jahreserträge nicht direkt vergleichbar. Bitten Sie um Darstellung der ausgeschlossenen Flächen, des Simulationszeitraums und der Verluste. Garantien oder besonders präzise Prognosen bleiben kritisch, wenn Eingangsdaten und Unsicherheit nicht sichtbar sind.
- Schattenannahmen im Angebot
- Gleiche Datenbasis für Vergleiche
- Unsicherheit der Prognose sichtbar
Eintrag in die Prüfmappe: Für „Aus Schattengeometrie wird erst später eine Anlagenentscheidung“ werden schattenannahmen im angebot, gleiche datenbasis für vergleiche und unsicherheit der prognose sichtbar als getrennte Nachweise geführt. Ergänzen Sie zu jedem Eintrag Datum, Quelle und verantwortliche Person. Ist eine Angabe geschätzt, bekommt sie keinen scheinbar bestätigten Status. Fotos erhalten Blickrichtung und Bezug zur Flächennummer; Pläne ihren Ausgabestand. Der nächste Fachtermin soll nicht wieder bei null beginnen, sondern genau die noch offene Entscheidung zu eine nachvollziehbare, jahreszeitlich eingeordnete Schattenakte beantworten.
Schattenakte als Teil des Vor-Ort-Termins nutzen
Die fertige Akte besteht aus genordeter Skizze, Objektliste, Fotoreihe, Kartenquellen und offenen Fragen. Beim Vor-Ort-Termin kann der Fachplaner Positionen verifizieren, Höhen messen und ein Modulraster aufbauen. Notieren Sie Änderungen direkt als neue Version. So geht keine Information verloren, wenn ein Kamin stillgelegt, ein Baum fachgerecht gekürzt oder ein Dachaufbau anders vermessen wird als zunächst angenommen.
Bewahren Sie die Akte auch nach der Planung auf. Sie erklärt, warum bestimmte Dachbereiche frei blieben, und unterstützt spätere Wartung oder Erweiterung. Sie ist jedoch kein Ersatz für die finale Anlagendokumentation. Diese sollte tatsächliche Modulpositionen, elektrische Strings, Abschalteinrichtungen und Sicherheitswege enthalten. Der Vorcheck endet dort, wo die objektspezifische Fachplanung beginnt.
- Skizze, Fotos und Quellen zusammengeführt
- Änderungen versioniert
- Finale Anlagendokumentation separat
Eintrag in die Prüfmappe: Für „Schattenakte als Teil des Vor-Ort-Termins nutzen“ werden skizze, fotos und quellen zusammengeführt, änderungen versioniert und finale anlagendokumentation separat als getrennte Nachweise geführt. Ergänzen Sie zu jedem Eintrag Datum, Quelle und verantwortliche Person. Ist eine Angabe geschätzt, bekommt sie keinen scheinbar bestätigten Status. Fotos erhalten Blickrichtung und Bezug zur Flächennummer; Pläne ihren Ausgabestand. Der nächste Fachtermin soll nicht wieder bei null beginnen, sondern genau die noch offene Entscheidung zu eine nachvollziehbare, jahreszeitlich eingeordnete Schattenakte beantworten.
Häufige Fragen zum Prüfweg
Reicht ein Foto zur Mittagszeit?
Nein. Es dokumentiert nur einen Zeitpunkt. Für die Jahreswirkung braucht es Geometrie, Sonnenstandsdaten und eine nachvollziehbare Simulation.
Muss ein teilweise verschattetes Dach ausgeschlossen werden?
Nicht automatisch. Entscheidend sind betroffene Fläche, Zeitpunkt, Dauer und Anlagenkonzept. Der Fachplaner bewertet die Wirkung.
Darf ich mit dem Fällen eines Nachbarbaums rechnen?
Nur wenn Eigentum, Recht, Genehmigung und tatsächliche Umsetzung gesichert sind. Sonst muss die Planung vom bestehenden Baum ausgehen.
Wie aktuell sind Solarkataster?
Das hängt vom Anbieter und Datensatz ab. Prüfen Sie den veröffentlichten Datenstand und vergleichen Sie Karte und heutige Umgebung.
